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Healing Architecture: hochgeschätzt, doch kaum gebaut

Wir verbringen rund 90 % unseres Lebens in Innenräumen. Trotzdem wird der Einfluss der gebauten Umwelt auf unsere Gesundheit häufig unterschätzt. Räume können beruhigen oder belasten, sie können Heilung unterstützen oder krank machen.

Als Kind und junge Erwachsene habe ich viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Noch heute reichen der typischen Krankenhausgeruch oder eine Lampe mit Neonröhren direkt über mir aus, um sofort Unbehagen auszulösen. Regeneration und Wohlbefinden stiegen jedes Mal unmittelbar nach der Entlassung deutlich an. Damit war ich nicht allein. Man hat dieses Phänomen inzwischen erkannt und erforscht und die Erkenntnisse unter dem Begriff "Healing Architecture" verortet.

Healing Architecture (heilsame Architektur) beschreibt die Gestaltung von Gebäuden und Räumen, die aktiv zu Gesundheit, Regeneration, Stressreduktion und emotionalem Wohlbefinden beitragen. Es handelt sich dabei nicht um Dekoration oder Trendästhetik, sondern um eine wissenschaftlich fundierte, ganzheitliche Planungsmethode, die bisher hauptsächlich im Kontext mit Krankenhäusern erprobt wird. Grundlage dafür sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie und Umweltforschung.


Zu den zentralen Prinzipien der Healing Architecture (und der Baubiologie übrigens auch) gehören:


  • Natürliches Licht & Naturbezug

  • Gute Akustik & Ruhe

  • Klare Orientierung & intuitive Wegeführung

  • Privatsphäre & Rückzugsmöglichkeiten

  • Materialgesundheit & angenehme Atmosphäre


Aus geomantischer Sicht würde ich diese Faktoren noch um raumenergetische Aspekte erweitern, bin aber froh, dass diese Faktoren überhaupt schonmal ernsthaft Beachtung finden.


Dennoch wird Healing Architecture nur sehr selten umgesetzt. Woran liegt das?


Zum einen werden Krankenhäuser immer noch als technische Funktionsgebäude geplant und nicht als Lebensräume. Zum anderen liegt der Fokus auf den Bau- und Betriebskosten und nicht auf den Gesundheitskosten. Heilsame Architektur rechnet sich eher langfristig, wird aber oft kurzfristig „weggespart“. Während Hygiene, Brandschutz und Technik in Normen streng geregelt sind, gibt es keine klaren Anleitungen, wie heilsame Raumqualität entsteht. Dazu braucht es ein Hineinspüren, eine individuelle Anpassung an die Ortsqualität und entsprechendes Verständnis von raumenergetischen Zusammenhängen und dem Wirken von Proportionen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die auch Baubiologen, Geomanten und Feng Shui Berater mit einbezieht, findet bisher jedoch kaum statt. Dabei macht erst diese Breite Healing Architecture ganzheitlich umsetzbar und auf allen Ebenen wirksam.

Erstaunlich ist aus meiner Sicht, dass sich Healing Architecture bislang fast ausschließlich auf Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beschränkt. Das Ziel sollte doch sein, grundsätzlich so zu bauen und zu gestalten, dass die Gebäude und Räume uns in unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden unterstützen und dass dafür Planungs- und Finanzierungssysteme entwickelt werden, bei denen nicht kurzfristige Einsparungen Einzelner im Vordergrund stehen, sondern der langfristige Nutzen für die gesamte Gemeinschaft.

Bis es soweit ist, bleibt nichts anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen und sich um die Bereiche zu kümmern, auf die man Einfluss nehmen kann.


Wer sich nach heilsamen Räumen sehnt, kann von einer ganzheitlichen Beratung profitieren, die baubiologische und raumenergetische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.


Bild: Canva, unteres Foto mit KI generiert
Bild: Canva, unteres Foto mit KI generiert

 
 
 

1 Kommentar

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IsaNeu
05. Jan.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag zu unseren Aufenthalts- Räumen, ob zum wohnen, arbeiten, gesund bleiben und werden und den verschiedenen Möglichkeiten der Aufwertung.

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